Staatssekretariat für Bildung und Forschung
Bundesverwaltung admin.ch
Eidgenössisches Departement des Innern EDI
Staatssekretariat für Bildung und Forschung SBF
Aktuell 
Kontakt

SBF, COST Schweiz
Multilaterale Forschungszusammenarbeit

T +41 (0)31 322 88 82
 

COST, Europäische Zusammenarbeit auf dem Gebiet der wissenschaftlichen und technischen Forschung

COST-Logo

1971 gegründet, hat COST den Grundstein für die koordinierte Zusammenarbeit in Forschung und Entwicklung in Europa gelegt.

COST, mit Verwaltungssitz in Bruxelles, ist ein Rahmen, in dem europäische Forschungseinrichtungen, Hochschulen und Unternehmen an einem breiten Spektrum von Tätigkeiten vor allem im Grundlagenbereich und bei der vorwettbewerblichen Forschung zusammenarbeiten.

COST-Mitglieder sind die 25 Länder der EU und Bulgarien, Island, Kroatien, F.Y.R. Mazedonien, Norwegen, Rumänien, Serbien und Montenegro, Schweiz und die Türkei. Israel beteiligt sich als kooperierender Staat. Seit 1989 können sich auch Institutionen aus Nicht-COST-Ländern an den einzelnen Aktionen beteiligen.

Fachbereiche

COST ist auf die Koordination der Forschung ausgerichtet, nicht auf deren direkte Lenkung; zudem verzichtet COST auf eine einheitliche Forschungspolitik. Die Aktivitäten von COST finden in sog. Forschungsaktionen innerhalb verschiedener Fachbereiche statt. COST-Aktionen sind thematische Forschungsvorhaben innerhalb eines Fachbereichs, in deren Rahmen mehrere miteinander koordinierte Forschungsprojekte durchgeführt werden. COST-Aktionen entstehen auf Initiative der Basis. Über die Lancierung neuer Aktionen entscheidet der Ausschuss Hoher Beamter. Die Teilnahme an den Aktionen ist für jedes Mitgliedland freiwillig, und eine neue Aktion tritt dann in Kraft, wenn sich mindestens fünf Mitgliedländer zur Mitarbeit verpflichten und ein entsprechendes memorandum of understanding unterzeichnen.

Der bottom-up-Ansatz ermöglicht die freie Wahl von Themen, in denen Forschungsbedarf erkannt wird. Daher zeichnet sich COST durch eine große Vielfalt von Aktionen in unterschiedlichen wissenschaftlichen Feldern aus. Schwerpunkte haben sich dabei für folgende Bereiche herausgebildet:

Biomedicine and Molecular Biosciences

Chemistry and Molecular Sciences and Technologies

Earth System Science and Environmental Management

Food and Agriculture

Forests, their Products and Services

Information and Communication Technologies

Materials, Physical and Nanosciences

Transport and Urban Development

Others

COST-Prinzipien

Die Zusammenarbeit im Rahmen von COST wird von vier Prinzipien geleitet:

  • Forschungs-Aktionen können von Forschenden aus allen COST-Mitgliedstaaten sowie von der Europäischen Kommission vorschlagen werden (bottom up).
  • Die Teilnahme an den einzelnen Aktionen funktioniert nach dem à-la-carte-Prinzip, wonach die Mitgliedsländer teilnehmen dürfen, aber nicht müssen.
  • Die Forschungskosten werden national von den einzelnen Mitgliedstaaten finanziert, die Kosten der Koordinationsaktivitäten aus dem Budget des Forschungsrahmenprogramms der EU.
  • Eine COST-Aktion koordiniert nationale Forschung in einem europäischen Umfeld. Die Arbeit jeder Aktion wird von einem internationalen Verwaltungsausschuss geleitet.